LIL bietet Indianern Unterstützung

Hilfe zur Selbsthilfe

LiL versucht auf verschiedene Arten den Indianern zu helfen. Dabei soll die Hilfe sie zur Selbsthilfe befähigen. LiL unterstützt Indianer ganzheitlich und vermittelt ihnen dadurch ein gesundes Selbstbewusstsein. Durch das Evangelium von Jesus Christus versucht LiL auch, sie geistlich zu unterstützen. Theoretische und praktische Fächer vermitteln ihnen Grundkenntnisse und Fachwissen, damit ihre materielle Not gelindert werden kann und sie ihren Lebensunterhalt bestreiten können. In Costa Rica unterhält LiL ein Ausbildungszentrum. Damit Indianer auch aus Ländern wie Honduras, Nicaragua oder Panama von dieser Ausbildung profitieren können, werden sie in ihren Ländern besucht, informiert und eingeladen. So nehmen neben den Indianern aus Costa Rica auch solche aus den umliegenden Ländern an der Schulung teil.

 

Ausbildung in vier Fachrichtungen

Das oben genannte Ausbildungszentrum wird auch "Werkmissionsschule" oder "Finca Tinamastes" genannt. Es liegt in der Nähe von San Isidro P.Z., 150 km von der Hauptstadt San José entfernt. Der Indianer kann sich, je nach Interesse und Situation, in einer von vier verschiedenen Fachrichtungen ausbilden lassen. Es sind dies:

Flankierend zu den theoretischen Grundlagen bietet die Finca Tinamastes für alle vier Ausbildungszweige die Möglichkeit, praktische Erfahrungen zu sammeln.

Dazu bietet die Ausbildung ergänzende Fächer wie zum Beispiel Spanisch, Hygiene oder Geschichte an. Auch der Unterricht in Bibelkunde ist wichtig. Der Indianer soll die Möglichkeit haben, Gott als seinen Schöpfer und Jesus Christus als seinen Erlöser kennenzulernen.

Die Ausbildungszeit verteilt sich über drei Jahre. Pro Jahr besucht der Schüler für drei Monate die Finca, um hier zu leben. Die übrige Zeit ist er zu Hause, denn die Gemeinschaft der Indianer ist auf ihn angewiesen. Ausserdem soll er sich nicht von seiner Volksgruppe entfremden.

Diese Kurse stehen kulturell bedingt bis jetzt nur Männern offen. Einige wenige Frauen begleiten ihre Männer während der drei Monate Kurszeit. Diesen Frauen wird - soweit es neben der Familie möglich ist - etwas Unterricht und praktische Hilfe angeboten. Die Möglichkeiten sind aber oft stark eingeschränkt, da etliche Indianerfrauen nur wenig Spanisch sprechen. Zur Zeit bestehen Pläne, wie eine gute Aus- und Weiterbildung für Indianerfrauen aufgebaut werden könnte.

Projekte

Die Schüler werden nach den Kursen nicht einfach wieder sich selbst überlassen. Interessierte können mit einem Mitarbeiter von LiL ein Projekt entwerfen und beantragen, um so das Gelernte im Reservat anzuwenden. Ein Projekt kann zum Beispiel beinhalten: Anbau von Kaffee, Aufzucht von Tieren, Fassen einer Quelle oder das Planen und Bauen eines einfachen Holzhauses.

Die finanzielle und materielle Starthilfe ermöglicht es dem Einzelnen, zu Hause mit einem Projekt zu beginnen und sich eine Existenz aufzubauen. Freunde können am Projekt mitarbeiten und dadurch vom Kursabsolvent einiges lernen. Die Starthilfe wird vom Schüler bei guter Ernte oder Zuchterfolg in Raten zurückbezahlt.