Entstehung von LiL

Jakob Vögeli Junior reiste 1980 zum ersten Mal nach Costa Rica, nachdem er zwei Jahre lang in Südamerika gearbeitet hatte. Die schwierige Situation der Indianer liess ihn nicht mehr los. So kristallisierte sich in dieser Zeit die Aufgabe heraus, den Indianern durch eine Ausbildung zu helfen, die ihnen langfristig dient.

Ein kleiner Freundeskreis war bereit, diese Vision finanziell und ideel zu unterstützen. Nach intensiver Suche konnte im Süden von Costa Rica ein geeignetes Grundstück gefunden werden. Mit dem Kauf der Finca begann die eigentliche Aufbauarbeit. Es reisten eine Familie aus Deutschland als Langzeitmitarbeiter sowie verschiedene junge Leute als Kurzzeithelfer auf die Missionsstation. Im Verlauf der nächsten Jahre wurde das Schulungszentrum - bestehend aus Wohn- und Unterrichtsgebäuden - aufgebaut.

Aus dem Kontakt mit der Dorfbevölkerung vor Ort entstand das Anliegen, sonntags Gottesdienste in spanischer Sprache zu feiern. So entstand eine evangelische Gemeinde im Dorf San Cristobal, die verschiedene Hochs und Tiefs erlebt.

Mit dem Umzug ins eigentliche Schulungszentrum im Juli 1987 wurde ein grosses Ziel erreicht. Damit verbunden begann ein paar Wochen später der Kursbetrieb mit einer Gruppe von fünf Indianern. Durch die ersten Kursabsolventen ergaben sich weitere Kontakte in verschiedenen Reservaten.

Um als Organisation ernst genommen zu werden, war der Schritt zur offiziellen nationalen Anerkennung als Verein unumgänglich. Dies geschah zuerst mit der Einschreibung des Vereins ins Register von Costa Rica. Später wurde die Anerkennung als gemeinnütziger Verein beantragt. Diese in Lateinamerika wichtige Auszeichnung öffnete schon manche Tür bei den verschiedenen Ministerien.

In den Jahren des Aufbaus kamen neue Mitarbeiter aus der Schweiz und aus Deutschland hinzu, die für längere oder kürzere Zeit ihre Kraft und ihre Ausbildung den Indianern zugute kommen liessen.